Zum Inhalt springen

Web-Frontend entwickeln

Aus MegBes Wiki
Version vom 6. August 2026, 19:28 Uhr von Clawtronics (Diskussion | Beiträge) (Codebloecke und Inline-Code an MediaWiki-Syntax angepasst)

Web-Frontend entwickeln

Zweck und Geltungsbereich

Diese Seite beschreibt die HTML-/JavaScript-Anbindung eines Web-Frontends an megbes-external. Sie basiert auf den Controllern und Request-Modellen des aktuellen MegBes-Repositorys. Vor der Freigabe eines Frontends muss trotzdem geprüft werden, welcher MegBes-Release im betreffenden Projekt installiert ist.

Das Frontend spricht ausschließlich megbes-external an. Direkte Browseraufrufe an megbes-internal sind nicht vorgesehen.

Browser → HTTPS → megbes-external → megbes-internal → UDP → Station

Vor Beginn festlegen

Wert Bedeutung
API-Basisadresse HTTPS-Adresse der projektspezifischen External-Instanz Projektkennung Wert für prSc; gegen den eingesetzten Release und die Projektkonfiguration prüfen Sicherheitsmodus ohne Authentifizierung oder zentrale Ticket-/Benutzerauthentifizierung Stationssteuerung extern oder durch megbes-internal kontrolliert Token-Header Wert der Laufzeitkonfiguration jwt.header; nicht pauschal Authorization annehmen Stationsnummern freigegebene Stationen des Projekts Stationsbefehle projektspezifische Befehle, die die jeweilige Station tatsächlich versteht

Domains, Headername, Projektkennung, Stationsnummern und Befehle dürfen nicht ungeprüft von einem anderen Projekt übernommen werden.

API-Übersicht

Methode und Pfad Zweck Berechtigung Erfolgsantwort
GET /info vom Server empfangenen User-Agent prüfen frei 200 mit User-Agent
POST /authenticate Ticket-Monitor administrativ authentifizieren frei; benötigt Header customer und authId 200 und { "id": "..." }
GET /verify-admin Administrationskennung prüfen ADMIN 200
GET /ticket Ticketcode erzeugen oder vorhandenen unbenutzten Code abrufen ADMIN 200 und { "id": "......" }
POST /enter-system Ticketcode einmalig aktivieren frei 200
GET /verify aktivierte Benutzerkennung prüfen USER oder ADMIN 200
GET /media-station?station=... Benutzer an Station anmelden USER oder ADMIN 200
GET /media-station/status/{stationNumber} Stationszustand abrufen USER oder ADMIN; nur bei intern kontrollierten Stationen 200 und { "stationStatus": "..." }
POST /video-command einen oder mehrere UDP-Befehle senden ohne Security frei, sonst USER oder ADMIN Antwort von megbes-internal
DELETE /media-station Benutzer abmelden und Station zurücksetzen USER oder ADMIN 200

Wichtige Authentifizierungsregel

MegBes liefert dem Browser beziehungsweise Ticket-Monitor eine Pseudo-ID. Der eigentliche JWT verbleibt serverseitig. Bei geschützten Folgeaufrufen sendet das Frontend die Pseudo-ID als Wert des projektspezifisch konfigurierten Token-Headers.

<konfigurierter-token-header>: <Pseudo-ID>

Der Headername stammt aus jwt.header. Er darf im Frontend nicht geraten werden. Die Pseudo-ID ist wie eine Sitzungskennung zu behandeln: nicht protokollieren, nicht in URLs anhängen und nicht ins Wiki kopieren.

Request-Modelle

System betreten

POST /enter-system

{
  "systemCode": "123456"
}

systemCode darf nicht leer sein. Ein unbekannter oder bereits verwendeter Code ergibt 401 Unauthorized.

Stationsbefehl

POST /video-command

{
  "prSc": "<Projektkennung>",
  "statNoCommands": [
    "12-play"
  ]
}

Regeln des aktuellen Request-Modells:

  • prSc ist Pflicht und darf nicht leer sein.
  • statNoCommands ist eine nicht leere Liste.
  • Jeder Listeneintrag folgt \d{0,3}-[0-9a-zA-Z]{2,20}.
  • Vor dem Bindestrich sind damit null bis drei Ziffern zulässig; für produktive Stationsbefehle soll eine eindeutige, im Projekt dokumentierte Stationsnummer verwendet werden.
  • Nach dem Bindestrich sind zwei bis zwanzig ASCII-Buchstaben oder Ziffern zulässig.
  • Ob ein formal gültiger Befehl fachlich unterstützt wird, entscheidet die jeweilige Stationssoftware.

Beispiele wie 12-play sind nur Formbeispiele und keine globale MegBes-Befehlsliste.

Empfohlener JavaScript-API-Client

Die Netzwerkanbindung soll an einer Stelle gekapselt werden. Dadurch bleiben Fehlerbehandlung, Header und JSON-Verarbeitung konsistent.

const megBesConfig = Object.freeze({
  apiBase: "https://<projekt>.megbes.de",
  projectCode: "<PROJEKTKENNUNG>",
  tokenHeader: "<WERT-AUS-jwt.header>"
});

class MegBesError extends Error {
  constructor(message, status, responseBody) {
    super(message);
    this.name = "MegBesError";
    this.status = status;
    this.responseBody = responseBody;
  }
}

async function megBesRequest(path, {
  method = "GET",
  token = null,
  body = undefined,
  headers = {}
} = {}) {
  const requestHeaders = new Headers(headers);

  if (token) {
    requestHeaders.set(megBesConfig.tokenHeader, token);
  }
  if (body !== undefined) {
    requestHeaders.set("Content-Type", "application/json");
  }

  let response;
  try {
    response = await fetch(`${megBesConfig.apiBase}${path}`, {
      method,
      headers: requestHeaders,
      body: body === undefined ? undefined : JSON.stringify(body),
      cache: "no-store"
    });
  } catch (cause) {
    throw new MegBesError("MegBes ist nicht erreichbar.", 0, cause);
  }

  const contentType = response.headers.get("content-type") || "";
  const responseBody = contentType.includes("application/json")
    ? await response.json()
    : await response.text();

  if (!response.ok) {
    throw new MegBesError(
      `MegBes-Aufruf fehlgeschlagen (${response.status}).`,
      response.status,
      responseBody
    );
  }

  return responseBody;
}

Variante A: Frontend ohne Authentifizierung

Diese Variante existiert nur, wenn megbes.security für die External-Instanz nicht aktiviert ist. Das Frontend darf diesen Modus nicht anhand eines fehlgeschlagenen Loginversuchs erraten; er wird vor der Entwicklung projektspezifisch festgelegt.

async function sendCommandWithoutAuthentication(station, command) {
  return megBesRequest("/video-command", {
    method: "POST",
    body: {
      prSc: megBesConfig.projectCode,
      statNoCommands: [`${station}-${command}`]
    }
  });
}

Auch ohne MegBes-Authentifizierung muss die External-Instanz ausschließlich über HTTPS angesprochen werden. Welche Personen die Seite erreichen dürfen, ist außerhalb von MegBes abzusichern.

Variante B: Ticket-Monitor

1. Ticket-Monitor authentifizieren

Der Ticket-Monitor ruft POST /authenticate mit den Headern customer und authId auf. Zusätzlich prüft MegBes den User-Agent gegen die Projektkonfiguration.

async function authenticateTicketMonitor(customer, authId) {
  const response = await megBesRequest("/authenticate", {
    method: "POST",
    headers: {
      customer,
      authId
    }
  });
  return response.id;
}

authId ist ein Geheimwert und darf nicht fest in ausgelieferter Browser-JavaScript-Datei stehen. Wenn der Ticket-Monitor nur statische öffentliche Dateien ausliefert, ist dieses Verfahren sicherheitlich neu zu bewerten. Die Kennung gehört in eine geschützte Laufzeitumgebung oder einen vertrauenswürdigen lokalen Dienst.

2. Ticketcode abrufen

async function getTicket(adminToken, customer, ticketMonitorNumber) {
  const query = new URLSearchParams({
    customer,
    ticketMonitorNumber: String(ticketMonitorNumber)
  });

  const response = await megBesRequest(`/ticket?${query}`, {
    token: adminToken
  });
  return response.id;
}

Der gelieferte Code ist im aktuellen Stand sechsstellig. Das Frontend soll ihn als String behandeln, damit eine führende Null nicht verloren geht.

Variante C: Besucher- oder Guide-Frontend mit Ticketcode

1. Code aktivieren

async function enterSystem(systemCode) {
  await megBesRequest("/enter-system", {
    method: "POST",
    body: { systemCode }
  });
  return systemCode;
}

Nach erfolgreichem Eintritt dient derselbe Code als Pseudo-ID für die weiteren Aufrufe. Ein Ticketcode kann nur einmal aktiviert werden.

2. Kennung prüfen

async function verifyUser(userToken) {
  await megBesRequest("/verify", { token: userToken });
  return true;
}

3. An Station anmelden

async function loginStation(userToken, stationNumber) {
  const query = new URLSearchParams({ station: String(stationNumber) });
  await megBesRequest(`/media-station?${query}`, { token: userToken });
}

Im intern kontrollierten Modus ist die Stationsnummer zwingend. Ein 401 kann neben einer ungültigen Kennung auch bedeuten, dass die Station belegt ist oder die Stationsanmeldung abgelehnt wurde. Die Bedienoberfläche darf deshalb nicht automatisch behaupten, der Ticketcode sei falsch.

4. Optional Stationsstatus prüfen

Dieser Endpunkt ist nur verfügbar, wenn megbes.internal.station.controlled=true gilt.

async function getStationStatus(userToken, stationNumber) {
  const response = await megBesRequest(
    `/media-station/status/${encodeURIComponent(stationNumber)}`,
    { token: userToken }
  );
  return response.stationStatus;
}

Der aktuelle Code verwendet unter anderem die Zustände OPEN, IDLE, REMOTE und TOUCHSCREEN. Die Oberfläche soll unbekannte künftige Werte neutral anzeigen und nicht abstürzen.

5. Befehl senden

async function sendCommand(userToken, stationNumber, command) {
  return megBesRequest("/video-command", {
    method: "POST",
    token: userToken,
    body: {
      prSc: megBesConfig.projectCode,
      statNoCommands: [`${stationNumber}-${command}`]
    }
  });
}

6. Station abmelden

async function logoutStation(userToken) {
  await megBesRequest("/media-station", {
    method: "DELETE",
    token: userToken
  });
}

Die Abmeldung soll über eine sichtbare Bedienhandlung und bei regulärem Abschluss erfolgen. Ein Aufruf in beforeunload ist allein nicht zuverlässig, da Browser ausstehende Requests beim Schließen abbrechen können. Der projektspezifische Stations-Timer bleibt daher als Rückfallebene erforderlich.

Vollständiger Ablauf eines Besucher-Frontends

let userToken = null;
let activeStation = null;

async function startSession(systemCode, stationNumber) {
  userToken = await enterSystem(systemCode);
  await verifyUser(userToken);

  // Nur im intern kontrollierten Modus vorab verwenden.
  // const status = await getStationStatus(userToken, stationNumber);

  await loginStation(userToken, stationNumber);
  activeStation = String(stationNumber);
}

async function play(command) {
  if (!userToken || !activeStation) {
    throw new Error("Keine aktive MegBes-Station.");
  }
  await sendCommand(userToken, activeStation, command);
}

async function endSession() {
  if (userToken && activeStation) {
    await logoutStation(userToken);
  }
  userToken = null;
  activeStation = null;
}

Minimales HTML-Beispiel

Das Beispiel zeigt die Struktur, ist aber ohne projektspezifische Werte und Gestaltung nicht produktionsfertig.

<!doctype html>
<html lang="de">
<head>
  <meta charset="utf-8">
  <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1">
  <title>MegBes-Steuerung</title>
</head>
<body>
  <main>
    <form id="login-form">
      <label for="code">Ticketcode</label>
      <input id="code" name="code" inputmode="numeric" autocomplete="one-time-code" required>

      <label for="station">Station</label>
      <input id="station" name="station" inputmode="numeric" required>

      <button type="submit">Station verbinden</button>
    </form>

    <section id="controls" hidden>
      <button type="button" data-command="play">Start</button>
      <button type="button" data-command="stop">Stopp</button>
      <button type="button" id="logout">Beenden</button>
    </section>

    <p id="message" role="status" aria-live="polite"></p>
  </main>

  <script src="megbes-api.js"></script>
  <script>
    const form = document.querySelector("#login-form");
    const controls = document.querySelector("#controls");
    const message = document.querySelector("#message");

    form.addEventListener("submit", async event => {
      event.preventDefault();
      message.textContent = "Verbindung wird hergestellt ...";
      try {
        await startSession(form.code.value.trim(), form.station.value.trim());
        controls.hidden = false;
        message.textContent = "Station ist verbunden.";
      } catch (error) {
        message.textContent = messageForMegBesError(error);
      }
    });

    controls.addEventListener("click", async event => {
      const command = event.target.dataset.command;
      if (!command) return;
      try {
        event.target.disabled = true;
        await play(command);
        message.textContent = "Befehl wurde gesendet.";
      } catch (error) {
        message.textContent = messageForMegBesError(error);
      } finally {
        event.target.disabled = false;
      }
    });

    document.querySelector("#logout").addEventListener("click", async () => {
      try {
        await endSession();
        controls.hidden = true;
        form.reset();
        message.textContent = "Sitzung wurde beendet.";
      } catch (error) {
        message.textContent = messageForMegBesError(error);
      }
    });
  </script>
</body>
</html>

Die sichtbaren Befehle play und stop sind ebenfalls nur Platzhalter. Sie werden durch die freigegebenen Projektbefehle ersetzt.

Fehlerbehandlung

function messageForMegBesError(error) {
  if (!(error instanceof MegBesError)) {
    return "Unerwarteter Fehler. Bitte Aufsicht informieren.";
  }

  switch (error.status) {
    case 0:
      return "MegBes ist derzeit nicht erreichbar.";
    case 400:
      return "Die Anfrage ist unvollständig oder ungültig.";
    case 401:
      return "Anmeldung, Berechtigung oder Stationsbelegung konnte nicht bestätigt werden.";
    case 403:
      return "Die Station ist für diese Sitzung nicht freigegeben.";
    case 404:
      return "Diese Funktion ist in der aktuellen Betriebsart nicht verfügbar.";
    default:
      return "MegBes konnte den Auftrag nicht ausführen.";
  }
}

Keine rohen Backend-Antworten, Stacktraces, Tokens oder internen Adressen an Besucher ausgeben. Technische Details gehören in eine geschützte Diagnoseansicht oder in bereinigte Logs.

Zustands- und Bedienregeln

  • Mehrfachklicks verhindern, solange ein Request läuft.
  • Erst nach erfolgreicher Antwort den nächsten fachlichen Zustand anzeigen.
  • Ticketcodes und Pseudo-IDs nicht in der URL oder in dauerhaftem localStorage speichern.
  • Bei Seitenneuladung /verify verwenden, bevor eine bestehende Sitzung angenommen wird.
  • Eine Station erst als verbunden anzeigen, wenn /media-station erfolgreich war.
  • Bei 401 nicht automatisch einen falschen Code behaupten; auch Belegung und Projektzuordnung sind mögliche Ursachen.
  • Bei unbekanntem Stationsstatus eine neutrale Fehlermeldung anzeigen.
  • Bedienoberfläche tastaturbedienbar gestalten und Statusmeldungen mit aria-live ausgeben.
  • Stationsbefehle nur aus einer festen projektspezifischen Positivliste erzeugen, nicht aus frei eingegebenem Besuchertest.

CORS und Hosting

Der aktuelle MegBes-Stand erlaubt CORS-Anfragen grundsätzlich. Das ist keine Zusage, dass jede zukünftige Instanz beliebige Origins akzeptiert. Bevorzugt werden Frontend und API unter kontrollierten HTTPS-Adressen betrieben. Ein CORS-Fehler wird nicht durch Abschalten von Browsersicherheit oder Zertifikatsprüfung umgangen.

Entwicklungs- und Abnahmetests

  1. GET /info von der vorgesehenen Hardware aufrufen.
  2. korrekten Sicherheits- und Stationsmodus bestätigen.
  3. gültigen, ungültigen, bereits benutzten und abgelaufenen Ticketcode testen.
  4. freie, belegte und unbekannte Station testen.
  5. jeden freigegebenen Stationsbefehl einzeln prüfen.
  6. Mehrfachklick und parallele Requests testen.
  7. Abmeldung und erneute Anmeldung testen.
  8. Browser-Neuladen sowie Neustart von Frontend-Hardware und Station testen.
  9. Ausfall von External, Internal und Stationsnetz jeweils getrennt simulieren.
  10. sicherstellen, dass keine Tokens oder Geheimwerte in URL, Konsole, Screenshot oder sichtbarer Fehlermeldung erscheinen.
  11. installierten External-/Internal-Release, Frontend-Version und Testergebnis auf der Projektseite dokumentieren.

Grenzen dieser Referenz

Diese Seite dokumentiert den API-Vertrag des aktuellen Repository-Stands. Projektspezifische Stationsbefehle, Gestaltung, Inhalte, Ticketdruck, Hardware-Autostart und konkrete Frontend-Dateipfade werden auf der jeweiligen Projektseite dokumentiert. Bei Abweichungen hat der tatsächlich eingesetzte Release Vorrang.

Siehe auch Web-Frontend, Bedienung und Authentifizierung, UDP und Stationszustände, Client-Feedback und Stationsmeldungen und Routing und Signalweg.