Web-Frontend entwickeln: Unterschied zwischen den Versionen
Erkenntnisse aus Tine-End-to-End-Test und blank-Frontend eingearbeitet |
Erkenntnisse aus GKP-Frontendprüfung: Hash-Routing, Sitzungsdaten, Hosting und Reproduzierbarkeit |
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Die Abmeldung soll über eine sichtbare Bedienhandlung und bei regulärem Abschluss erfolgen. Ein Aufruf in <code>beforeunload</code> ist allein nicht zuverlässig, da Browser ausstehende Requests beim Schließen abbrechen können. Der projektspezifische Stations-Timer bleibt daher als Rückfallebene erforderlich. | Die Abmeldung soll über eine sichtbare Bedienhandlung und bei regulärem Abschluss erfolgen. Ein Aufruf in <code>beforeunload</code> ist allein nicht zuverlässig, da Browser ausstehende Requests beim Schließen abbrechen können. Der projektspezifische Stations-Timer bleibt daher als Rückfallebene erforderlich. | ||
<code>DELETE /media-station</code> gibt nur die aktuell belegte Station frei und setzt deren Stationszustand zurück. Die Ticket- beziehungsweise Benutzersitzung bleibt gültig; ein anschließendes <code>GET /verify</code> kann daher weiterhin <code>200 OK</code> liefern. So kann derselbe Besucher danach eine andere Station auswählen. | |||
== Vollständiger Ablauf eines Besucher-Frontends == | == Vollständiger Ablauf eines Besucher-Frontends == | ||
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* Mehrfachklicks verhindern, solange ein Request läuft. | * Mehrfachklicks verhindern, solange ein Request läuft. | ||
* Erst nach erfolgreicher Antwort den nächsten fachlichen Zustand anzeigen. | * Erst nach erfolgreicher Antwort den nächsten fachlichen Zustand anzeigen. | ||
* Ticketcodes und Pseudo-IDs nicht in der URL oder in dauerhaftem <code>localStorage</code> speichern. | * Ticketcodes und Pseudo-IDs nicht in der URL oder in dauerhaftem <code>localStorage</code> speichern. Für eine nur bis zum Schließen des Tabs benötigte Sitzung ist <code>sessionStorage</code> geeigneter; noch besser ist flüchtiger JavaScript-Zustand. | ||
* Ticketcodes, Pseudo-IDs und vollständige authentifizierte Request-URLs nicht mit <code>console.log</code> oder in öffentlich zugängliche Telemetrie schreiben. | |||
* Bei Seitenneuladung <code>/verify</code> verwenden, bevor eine bestehende Sitzung angenommen wird. | * Bei Seitenneuladung <code>/verify</code> verwenden, bevor eine bestehende Sitzung angenommen wird. | ||
* Eine Station erst als verbunden anzeigen, wenn <code>/media-station</code> erfolgreich war. | * Eine Station erst als verbunden anzeigen, wenn <code>/media-station</code> erfolgreich war. | ||
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Dadurch wird der Code nicht unnötig in kopierten URLs oder späteren Screenshots weitergegeben. Webserver- und Proxy-Logs können den ursprünglichen Request trotzdem bereits enthalten; Ticketcodes bleiben deshalb kurzlebige Einmalwerte. | Dadurch wird der Code nicht unnötig in kopierten URLs oder späteren Screenshots weitergegeben. Webserver- und Proxy-Logs können den ursprünglichen Request trotzdem bereits enthalten; Ticketcodes bleiben deshalb kurzlebige Einmalwerte. | ||
Bei Frontends mit Hash-Routing, zum Beispiel <code>/#/welcome?systemCode=123456</code>, liegt der Parameter nicht in <code>window.location.search</code>, sondern innerhalb des Hash-Fragments. Er muss dort separat entfernt werden. Das verwendete Router-Framework soll nach erfolgreicher Übernahme mit einer ersetzenden Navigation (<code>replace</code>, nicht <code>push</code>) auf dieselbe Route ohne <code>systemCode</code> wechseln. So bleibt der Code auch nicht über die Zurück-Funktion erreichbar. Ein Hash-Fragment wird zwar nicht an den Webserver übertragen, bleibt aber in Browserhistorie, kopierten Links und Screenshots sichtbar. | |||
== CORS und Hosting == | == CORS und Hosting == | ||
Der aktuelle MegBes-Stand erlaubt CORS-Anfragen grundsätzlich. Das ist keine Zusage, dass jede zukünftige Instanz beliebige Origins akzeptiert. Bevorzugt werden Frontend und API unter kontrollierten HTTPS-Adressen betrieben. Ein CORS-Fehler wird nicht durch Abschalten von Browsersicherheit oder Zertifikatsprüfung umgangen. | Der aktuelle MegBes-Stand erlaubt CORS-Anfragen grundsätzlich. Das ist keine Zusage, dass jede zukünftige Instanz beliebige Origins akzeptiert. Bevorzugt werden Frontend und API unter kontrollierten HTTPS-Adressen betrieben. Ein CORS-Fehler wird nicht durch Abschalten von Browsersicherheit oder Zertifikatsprüfung umgangen. | ||
Bei Single-Page-Anwendungen müssen öffentlicher Basispfad, Router-Basis und Asset-Pfade zur tatsächlichen Bereitstellung passen. Eine Anwendung, die beispielsweise für <code>/projekt/</code> gebaut wurde, ist ohne Neubau oder passende Serverkonfiguration nicht automatisch unter <code>/</code> oder einem anderen Unterpfad lauffähig. Direkte Aufrufe von Unterseiten benötigen außerdem eine passende Fallback-Regel auf <code>index.html</code>. | |||
Zum Projektarchiv gehören neben den ausgelieferten minifizierten Dateien auch Quellcode, Paketmanifest, Lockdatei, Build-Anweisung und verwendete Laufzeitversionen. Nur ein Build-Ordner reicht nicht aus, um das Frontend später reproduzierbar zu warten oder sicher zu aktualisieren. | |||
== Bestätigter Referenztest == | == Bestätigter Referenztest == | ||
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Der Test bestätigt den Signalweg bis zum UDP-Versand. Der tatsächliche Empfang und die Reaktion eines Endgeräts müssen bei der Projektabnahme separat geprüft werden. Konkrete IP-Adressen, Ticketcodes und Geheimwerte werden nicht im Wiki festgehalten. | Der Test bestätigt den Signalweg bis zum UDP-Versand. Der tatsächliche Empfang und die Reaktion eines Endgeräts müssen bei der Projektabnahme separat geprüft werden. Konkrete IP-Adressen, Ticketcodes und Geheimwerte werden nicht im Wiki festgehalten. | ||
Eine ergänzende statische Prüfung des umfangreicheren Ionic-/Vue-Frontends des Projekts <code>gkp</code> bestätigte denselben grundlegenden Vertrag: Aktivierung über <code>/enter-system</code>, Prüfung über <code>/verify</code>, Stationsanmeldung und optionaler Stationsstatus sowie Befehle über <code>/video-command</code> mit dem konfigurierten Authentifizierungsheader. Damit ist der hier beschriebene Ablauf nicht nur mit der Minimalvorlage, sondern auch mit einem realen mehrsprachigen Projektfrontend konsistent. Diese Prüfung bestätigt die API-Verwendung im Frontend; sie ersetzt keinen End-to-End-Test der jeweiligen Installation. | |||
== Entwicklungs- und Abnahmetests == | == Entwicklungs- und Abnahmetests == | ||
Aktuelle Version vom 6. August 2026, 20:50 Uhr
Web-Frontend entwickeln
[Bearbeiten]Zweck und Geltungsbereich
[Bearbeiten]Diese Seite beschreibt die HTML-/JavaScript-Anbindung eines Web-Frontends an megbes-external. Sie basiert auf den Controllern und Request-Modellen des aktuellen MegBes-Repositorys. Vor der Freigabe eines Frontends muss trotzdem geprüft werden, welcher MegBes-Release im betreffenden Projekt installiert ist.
Das Frontend spricht ausschließlich megbes-external an. Direkte Browseraufrufe an megbes-internal sind nicht vorgesehen.
Browser → HTTPS → megbes-external → megbes-internal → UDP → Station
Vor Beginn festlegen
[Bearbeiten]| Wert | Bedeutung |
|---|---|
| API-Basisadresse | HTTPS-Adresse der projektspezifischen External-Instanz |
| Projektkennung | Wert für prSc; gegen den eingesetzten Release und die Projektkonfiguration prüfen
|
| Sicherheitsmodus | ohne Authentifizierung oder zentrale Ticket-/Benutzerauthentifizierung |
| Stationssteuerung | extern oder durch megbes-internal kontrolliert
|
| Token-Header | Wert der Laufzeitkonfiguration jwt.header; nicht pauschal Authorization annehmen
|
| Stationsnummern | freigegebene Stationen des Projekts |
| Stationsbefehle | projektspezifische Befehle, die die jeweilige Station tatsächlich versteht |
Domains, Headername, Projektkennung, Stationsnummern und Befehle dürfen nicht ungeprüft von einem anderen Projekt übernommen werden.
Betriebsarten und Stationsstatus
[Bearbeiten]| Betriebsart | Konfiguration | Verhalten des Frontends |
|---|---|---|
| extern verwaltete Stationsbelegung | megbes.internal.station.controlled=false |
Station über GET /media-station?station=... belegen; den Status-Endpunkt nicht aufrufen
|
durch megbes-internal kontrollierte Station |
megbes.internal.station.controlled=true |
nach der Stationsanmeldung zusätzlich GET /media-station/status/{stationNumber} auswerten
|
Liefert der Status-Endpunkt 404 Not Found, obwohl Anmeldung und Stationsbelegung funktionieren, ist zuerst die Betriebsart zu prüfen. Bei extern verwalteter Stationsbelegung ist 404 erwartbar und bedeutet nicht, dass die Station belegt oder gestört ist. Die Betriebsart soll als zentraler Projektwert gepflegt und nicht aus einer fehlgeschlagenen Statusabfrage erraten werden.
API-Übersicht
[Bearbeiten]| Methode und Pfad | Zweck | Berechtigung | Erfolgsantwort |
|---|---|---|---|
GET /info |
vom Server empfangenen User-Agent prüfen | frei | 200 mit User-Agent
|
POST /authenticate |
Ticket-Monitor administrativ authentifizieren | frei; benötigt Header customer und authId |
200 und { "id": "..." }
|
GET /verify-admin |
Administrationskennung prüfen | ADMIN | 200
|
GET /ticket |
Ticketcode erzeugen oder vorhandenen unbenutzten Code abrufen | ADMIN | 200 und { "id": "......" }
|
POST /enter-system |
Ticketcode einmalig aktivieren | frei | 200
|
GET /verify |
aktivierte Benutzerkennung prüfen | USER oder ADMIN | 200
|
GET /media-station?station=... |
Benutzer an Station anmelden | USER oder ADMIN | 200
|
GET /media-station/status/{stationNumber} |
Stationszustand abrufen | USER oder ADMIN; nur bei intern kontrollierten Stationen | 200 und { "stationStatus": "..." }
|
POST /video-command |
einen oder mehrere UDP-Befehle senden | ohne Security frei, sonst USER oder ADMIN | 200 mit leerem Antwortkörper
|
DELETE /media-station |
Benutzer abmelden und Station zurücksetzen | USER oder ADMIN | 200
|
Wichtige Authentifizierungsregel
[Bearbeiten]MegBes liefert dem Browser beziehungsweise Ticket-Monitor eine Pseudo-ID. Der eigentliche JWT verbleibt serverseitig. Bei geschützten Folgeaufrufen sendet das Frontend die Pseudo-ID als Wert des projektspezifisch konfigurierten Token-Headers.
<konfigurierter-token-header>: <Pseudo-ID>
Der Headername stammt aus jwt.header. Er darf im Frontend nicht geraten werden. Die Pseudo-ID ist wie eine Sitzungskennung zu behandeln: nicht protokollieren, nicht in URLs anhängen und nicht ins Wiki kopieren.
Request-Modelle
[Bearbeiten]System betreten
[Bearbeiten]POST /enter-system
{
"systemCode": "123456"
}
systemCode darf nicht leer sein. Ein unbekannter oder bereits verwendeter Code ergibt 401 Unauthorized.
Stationsbefehl
[Bearbeiten]POST /video-command
{
"prSc": "<Projektkennung>",
"statNoCommands": [
"12-play"
]
}
Regeln des aktuellen Request-Modells:
prScist Pflicht und darf nicht leer sein.statNoCommandsist eine nicht leere Liste.- Jeder Listeneintrag folgt
\d{0,3}-[0-9a-zA-Z]{2,20}. - Vor dem Bindestrich sind damit null bis drei Ziffern zulässig; für produktive Stationsbefehle soll eine eindeutige, im Projekt dokumentierte Stationsnummer verwendet werden.
- Nach dem Bindestrich sind zwei bis zwanzig ASCII-Buchstaben oder Ziffern zulässig.
- Ob ein formal gültiger Befehl fachlich unterstützt wird, entscheidet die jeweilige Stationssoftware.
Beispiele wie 12-play sind nur Formbeispiele und keine globale MegBes-Befehlsliste.
Empfohlener JavaScript-API-Client
[Bearbeiten]Die Netzwerkanbindung soll an einer Stelle gekapselt werden. Dadurch bleiben Fehlerbehandlung, Header und JSON-Verarbeitung konsistent.
const megBesConfig = Object.freeze({
apiBase: "https://<projekt>.megbes.de",
projectCode: "<PROJEKTKENNUNG>",
tokenHeader: "<WERT-AUS-jwt.header>"
});
class MegBesError extends Error {
constructor(message, status, responseBody) {
super(message);
this.name = "MegBesError";
this.status = status;
this.responseBody = responseBody;
}
}
async function megBesRequest(path, {
method = "GET",
token = null,
body = undefined,
headers = {}
} = {}) {
const requestHeaders = new Headers(headers);
if (token) {
requestHeaders.set(megBesConfig.tokenHeader, token);
}
if (body !== undefined) {
requestHeaders.set("Content-Type", "application/json");
}
let response;
try {
response = await fetch(`${megBesConfig.apiBase}${path}`, {
method,
headers: requestHeaders,
body: body === undefined ? undefined : JSON.stringify(body),
cache: "no-store"
});
} catch (cause) {
throw new MegBesError("MegBes ist nicht erreichbar.", 0, cause);
}
const contentType = response.headers.get("content-type") || "";
const responseBody = contentType.includes("application/json")
? await response.json()
: await response.text();
if (!response.ok) {
throw new MegBesError(
`MegBes-Aufruf fehlgeschlagen (${response.status}).`,
response.status,
responseBody
);
}
return responseBody;
}
Variante A: Frontend ohne Authentifizierung
[Bearbeiten]Diese Variante existiert nur, wenn megbes.security für die External-Instanz nicht aktiviert ist. Das Frontend darf diesen Modus nicht anhand eines fehlgeschlagenen Loginversuchs erraten; er wird vor der Entwicklung projektspezifisch festgelegt.
async function sendCommandWithoutAuthentication(station, command) {
return megBesRequest("/video-command", {
method: "POST",
body: {
prSc: megBesConfig.projectCode,
statNoCommands: [`${station}-${command}`]
}
});
}
Auch ohne MegBes-Authentifizierung muss die External-Instanz ausschließlich über HTTPS angesprochen werden. Welche Personen die Seite erreichen dürfen, ist außerhalb von MegBes abzusichern.
Variante B: Ticket-Monitor
[Bearbeiten]1. Ticket-Monitor authentifizieren
[Bearbeiten]Der Ticket-Monitor ruft POST /authenticate mit den Headern customer und authId auf. Zusätzlich prüft MegBes den User-Agent gegen die Projektkonfiguration.
async function authenticateTicketMonitor(customer, authId) {
const response = await megBesRequest("/authenticate", {
method: "POST",
headers: {
customer,
authId
}
});
return response.id;
}
authId ist ein Geheimwert und darf nicht fest in ausgelieferter Browser-JavaScript-Datei stehen. Wenn der Ticket-Monitor nur statische öffentliche Dateien ausliefert, ist dieses Verfahren sicherheitlich neu zu bewerten. Die Kennung gehört in eine geschützte Laufzeitumgebung oder einen vertrauenswürdigen lokalen Dienst.
2. Ticketcode abrufen
[Bearbeiten]async function getTicket(adminToken, customer, ticketMonitorNumber) {
const query = new URLSearchParams({
customer,
ticketMonitorNumber: String(ticketMonitorNumber)
});
const response = await megBesRequest(`/ticket?${query}`, {
token: adminToken
});
return response.id;
}
Der gelieferte Code ist im aktuellen Stand sechsstellig. Das Frontend soll ihn als String behandeln, damit eine führende Null nicht verloren geht.
Variante C: Besucher- oder Guide-Frontend mit Ticketcode
[Bearbeiten]1. Code aktivieren
[Bearbeiten]async function enterSystem(systemCode) {
await megBesRequest("/enter-system", {
method: "POST",
body: { systemCode }
});
return systemCode;
}
Nach erfolgreichem Eintritt dient derselbe Code als Pseudo-ID für die weiteren Aufrufe. Ein Ticketcode kann nur einmal aktiviert werden.
2. Kennung prüfen
[Bearbeiten]async function verifyUser(userToken) {
await megBesRequest("/verify", { token: userToken });
return true;
}
3. An Station anmelden
[Bearbeiten]async function loginStation(userToken, stationNumber) {
const query = new URLSearchParams({ station: String(stationNumber) });
await megBesRequest(`/media-station?${query}`, { token: userToken });
}
Im intern kontrollierten Modus ist die Stationsnummer zwingend. Ein 401 kann neben einer ungültigen Kennung auch bedeuten, dass die Station belegt ist oder die Stationsanmeldung abgelehnt wurde. Die Bedienoberfläche darf deshalb nicht automatisch behaupten, der Ticketcode sei falsch.
4. Optional Stationsstatus prüfen
[Bearbeiten]Dieser Endpunkt ist nur verfügbar, wenn megbes.internal.station.controlled=true gilt.
async function getStationStatus(userToken, stationNumber) {
const response = await megBesRequest(
`/media-station/status/${encodeURIComponent(stationNumber)}`,
{ token: userToken }
);
return response.stationStatus;
}
Der aktuelle Code verwendet unter anderem die Zustände OPEN, IDLE, REMOTE und TOUCHSCREEN. Die Oberfläche soll unbekannte künftige Werte neutral anzeigen und nicht abstürzen.
5. Befehl senden
[Bearbeiten]async function sendCommand(userToken, stationNumber, command) {
return megBesRequest("/video-command", {
method: "POST",
token: userToken,
body: {
prSc: megBesConfig.projectCode,
statNoCommands: [`${stationNumber}-${command}`]
}
});
}
Der erfolgreiche Aufruf antwortet derzeit mit 200 OK und leerem Body. JavaScript-Clients dürfen deshalb nicht zwingend JSON parsen. Bei jQuery ist insbesondere dataType: 'json' für diesen Aufruf ungeeignet. Eine Navigation oder Erfolgsmeldung darf nur im Erfolgszweig (.done() beziehungsweise response.ok) erfolgen, nicht in .always() oder finally.
6. Station abmelden
[Bearbeiten]async function logoutStation(userToken) {
await megBesRequest("/media-station", {
method: "DELETE",
token: userToken
});
}
Die Abmeldung soll über eine sichtbare Bedienhandlung und bei regulärem Abschluss erfolgen. Ein Aufruf in beforeunload ist allein nicht zuverlässig, da Browser ausstehende Requests beim Schließen abbrechen können. Der projektspezifische Stations-Timer bleibt daher als Rückfallebene erforderlich.
DELETE /media-station gibt nur die aktuell belegte Station frei und setzt deren Stationszustand zurück. Die Ticket- beziehungsweise Benutzersitzung bleibt gültig; ein anschließendes GET /verify kann daher weiterhin 200 OK liefern. So kann derselbe Besucher danach eine andere Station auswählen.
Vollständiger Ablauf eines Besucher-Frontends
[Bearbeiten]let userToken = null;
let activeStation = null;
async function startSession(systemCode, stationNumber) {
userToken = await enterSystem(systemCode);
await verifyUser(userToken);
// Nur im intern kontrollierten Modus vorab verwenden.
// const status = await getStationStatus(userToken, stationNumber);
await loginStation(userToken, stationNumber);
activeStation = String(stationNumber);
}
async function play(command) {
if (!userToken || !activeStation) {
throw new Error("Keine aktive MegBes-Station.");
}
await sendCommand(userToken, activeStation, command);
}
async function endSession() {
if (userToken && activeStation) {
await logoutStation(userToken);
}
userToken = null;
activeStation = null;
}
Minimales HTML-Beispiel
[Bearbeiten]Das Beispiel zeigt die Struktur, ist aber ohne projektspezifische Werte und Gestaltung nicht produktionsfertig.
<!doctype html>
<html lang="de">
<head>
<meta charset="utf-8">
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1">
<title>MegBes-Steuerung</title>
</head>
<body>
<main>
<form id="login-form">
<label for="code">Ticketcode</label>
<input id="code" name="code" inputmode="numeric" autocomplete="one-time-code" required>
<label for="station">Station</label>
<input id="station" name="station" inputmode="numeric" required>
<button type="submit">Station verbinden</button>
</form>
<section id="controls" hidden>
<button type="button" data-command="play">Start</button>
<button type="button" data-command="stop">Stopp</button>
<button type="button" id="logout">Beenden</button>
</section>
<p id="message" role="status" aria-live="polite"></p>
</main>
<script src="megbes-api.js"></script>
<script>
const form = document.querySelector("#login-form");
const controls = document.querySelector("#controls");
const message = document.querySelector("#message");
form.addEventListener("submit", async event => {
event.preventDefault();
message.textContent = "Verbindung wird hergestellt ...";
try {
await startSession(form.code.value.trim(), form.station.value.trim());
controls.hidden = false;
message.textContent = "Station ist verbunden.";
} catch (error) {
message.textContent = messageForMegBesError(error);
}
});
controls.addEventListener("click", async event => {
const command = event.target.dataset.command;
if (!command) return;
try {
event.target.disabled = true;
await play(command);
message.textContent = "Befehl wurde gesendet.";
} catch (error) {
message.textContent = messageForMegBesError(error);
} finally {
event.target.disabled = false;
}
});
document.querySelector("#logout").addEventListener("click", async () => {
try {
await endSession();
controls.hidden = true;
form.reset();
message.textContent = "Sitzung wurde beendet.";
} catch (error) {
message.textContent = messageForMegBesError(error);
}
});
</script>
</body>
</html>
Die sichtbaren Befehle play und stop sind ebenfalls nur Platzhalter. Sie werden durch die freigegebenen Projektbefehle ersetzt.
Fehlerbehandlung
[Bearbeiten]function messageForMegBesError(error) {
if (!(error instanceof MegBesError)) {
return "Unerwarteter Fehler. Bitte Aufsicht informieren.";
}
switch (error.status) {
case 0:
return "MegBes ist derzeit nicht erreichbar.";
case 400:
return "Die Anfrage ist unvollständig oder ungültig.";
case 401:
return "Anmeldung, Berechtigung oder Stationsbelegung konnte nicht bestätigt werden.";
case 403:
return "Die Station ist für diese Sitzung nicht freigegeben.";
case 404:
return "Diese Funktion ist in der aktuellen Betriebsart nicht verfügbar.";
default:
return "MegBes konnte den Auftrag nicht ausführen.";
}
}
Keine rohen Backend-Antworten, Stacktraces, Tokens oder internen Adressen an Besucher ausgeben. Technische Details gehören in eine geschützte Diagnoseansicht oder in bereinigte Logs.
Zustands- und Bedienregeln
[Bearbeiten]- Mehrfachklicks verhindern, solange ein Request läuft.
- Erst nach erfolgreicher Antwort den nächsten fachlichen Zustand anzeigen.
- Ticketcodes und Pseudo-IDs nicht in der URL oder in dauerhaftem
localStoragespeichern. Für eine nur bis zum Schließen des Tabs benötigte Sitzung istsessionStoragegeeigneter; noch besser ist flüchtiger JavaScript-Zustand. - Ticketcodes, Pseudo-IDs und vollständige authentifizierte Request-URLs nicht mit
console.logoder in öffentlich zugängliche Telemetrie schreiben. - Bei Seitenneuladung
/verifyverwenden, bevor eine bestehende Sitzung angenommen wird. - Eine Station erst als verbunden anzeigen, wenn
/media-stationerfolgreich war. - Bei
401nicht automatisch einen falschen Code behaupten; auch Belegung und Projektzuordnung sind mögliche Ursachen. - Bei unbekanntem Stationsstatus eine neutrale Fehlermeldung anzeigen.
- Bedienoberfläche tastaturbedienbar gestalten und Statusmeldungen mit
aria-liveausgeben. - Stationsbefehle nur aus einer festen projektspezifischen Positivliste erzeugen, nicht aus frei eingegebenem Besuchertest.
Ticketcode aus der URL entfernen
[Bearbeiten]Wird ein Ticketcode per QR-Link als Queryparameter übergeben, soll das Frontend ihn nach erfolgreicher Übernahme sofort aus der sichtbaren URL und der aktuellen Browserhistorie entfernen:
const cleanUrl = new URL(window.location.href);
cleanUrl.searchParams.delete("systemCode");
window.history.replaceState({}, "", cleanUrl.pathname + cleanUrl.search + cleanUrl.hash);
Dadurch wird der Code nicht unnötig in kopierten URLs oder späteren Screenshots weitergegeben. Webserver- und Proxy-Logs können den ursprünglichen Request trotzdem bereits enthalten; Ticketcodes bleiben deshalb kurzlebige Einmalwerte.
Bei Frontends mit Hash-Routing, zum Beispiel /#/welcome?systemCode=123456, liegt der Parameter nicht in window.location.search, sondern innerhalb des Hash-Fragments. Er muss dort separat entfernt werden. Das verwendete Router-Framework soll nach erfolgreicher Übernahme mit einer ersetzenden Navigation (replace, nicht push) auf dieselbe Route ohne systemCode wechseln. So bleibt der Code auch nicht über die Zurück-Funktion erreichbar. Ein Hash-Fragment wird zwar nicht an den Webserver übertragen, bleibt aber in Browserhistorie, kopierten Links und Screenshots sichtbar.
CORS und Hosting
[Bearbeiten]Der aktuelle MegBes-Stand erlaubt CORS-Anfragen grundsätzlich. Das ist keine Zusage, dass jede zukünftige Instanz beliebige Origins akzeptiert. Bevorzugt werden Frontend und API unter kontrollierten HTTPS-Adressen betrieben. Ein CORS-Fehler wird nicht durch Abschalten von Browsersicherheit oder Zertifikatsprüfung umgangen.
Bei Single-Page-Anwendungen müssen öffentlicher Basispfad, Router-Basis und Asset-Pfade zur tatsächlichen Bereitstellung passen. Eine Anwendung, die beispielsweise für /projekt/ gebaut wurde, ist ohne Neubau oder passende Serverkonfiguration nicht automatisch unter / oder einem anderen Unterpfad lauffähig. Direkte Aufrufe von Unterseiten benötigen außerdem eine passende Fallback-Regel auf index.html.
Zum Projektarchiv gehören neben den ausgelieferten minifizierten Dateien auch Quellcode, Paketmanifest, Lockdatei, Build-Anweisung und verwendete Laufzeitversionen. Nur ein Build-Ordner reicht nicht aus, um das Frontend später reproduzierbar zu warten oder sicher zu aktualisieren.
Bestätigter Referenztest
[Bearbeiten]Am 6. August 2026 wurde der vollständige Ablauf gegen das interne Projekt tine geprüft:
Frontend-Aufruf → megbes-external → megbes-internal → UDP-Versand
enter-system, verify, Stationsanmeldung, video-command mit start und stop, Stationsabmeldung sowie erneutes verify antworteten jeweils mit 200 OK. megbes-internal bestätigte den UDP-Versand beider Befehle. Die Statusabfrage antwortete erwartungsgemäß mit 404, da tine nicht im intern stationsgesteuerten Modus betrieben wird.
Der Test bestätigt den Signalweg bis zum UDP-Versand. Der tatsächliche Empfang und die Reaktion eines Endgeräts müssen bei der Projektabnahme separat geprüft werden. Konkrete IP-Adressen, Ticketcodes und Geheimwerte werden nicht im Wiki festgehalten.
Eine ergänzende statische Prüfung des umfangreicheren Ionic-/Vue-Frontends des Projekts gkp bestätigte denselben grundlegenden Vertrag: Aktivierung über /enter-system, Prüfung über /verify, Stationsanmeldung und optionaler Stationsstatus sowie Befehle über /video-command mit dem konfigurierten Authentifizierungsheader. Damit ist der hier beschriebene Ablauf nicht nur mit der Minimalvorlage, sondern auch mit einem realen mehrsprachigen Projektfrontend konsistent. Diese Prüfung bestätigt die API-Verwendung im Frontend; sie ersetzt keinen End-to-End-Test der jeweiligen Installation.
Entwicklungs- und Abnahmetests
[Bearbeiten]GET /infovon der vorgesehenen Hardware aufrufen.- korrekten Sicherheits- und Stationsmodus bestätigen.
- gültigen, ungültigen, bereits benutzten und abgelaufenen Ticketcode testen.
- freie, belegte und unbekannte Station testen.
- jeden freigegebenen Stationsbefehl einzeln prüfen.
- Mehrfachklick und parallele Requests testen.
- Abmeldung und erneute Anmeldung testen.
- Browser-Neuladen sowie Neustart von Frontend-Hardware und Station testen.
- Ausfall von External, Internal und Stationsnetz jeweils getrennt simulieren.
- sicherstellen, dass keine Tokens oder Geheimwerte in URL, Konsole, Screenshot oder sichtbarer Fehlermeldung erscheinen.
- installierten External-/Internal-Release, Frontend-Version und Testergebnis auf der Projektseite dokumentieren.
Grenzen dieser Referenz
[Bearbeiten]Diese Seite dokumentiert den API-Vertrag des aktuellen Repository-Stands. Projektspezifische Stationsbefehle, Gestaltung, Inhalte, Ticketdruck, Hardware-Autostart und konkrete Frontend-Dateipfade werden auf der jeweiligen Projektseite dokumentiert. Bei Abweichungen hat der tatsächlich eingesetzte Release Vorrang.
Siehe auch Web-Frontend, Bedienung und Authentifizierung, UDP und Stationszustände, Client-Feedback und Stationsmeldungen und Routing und Signalweg.